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Lipödem – eine Last für das Leben

Veröffentlicht am: 3. Juli 2019

Oben Kleidergröße XS und unten XL – wenn die Fettverteilung im Körper gestört ist, handelt es sich um ein Lipödem. Allein in Deutschland leiden rund 3,8 Millionen Menschen an einem Lipödem. Meistens betrifft es Frauen, die eine krankhafte und unkontrollierte Fettansammlung an Hüfte, Po und Oberschenkel haben. Seltener erstreckt sich die Krankheit auf die Oberarme. Zwischen den Fetteinlagerungen sammelt sich zusätzlich Wasser, das Druck auf das umliegende Gewebe ausübt. Anfangs leiden Betroffene unter Spannungsgefühl, Schmerzen und an erschöpften Gliedmaßen. Im Laufe der Erkrankung verschlimmern sich die Beschwerden oder es kommt zu Unebenheiten sowie Knötchen in den betroffenen Regionen. Bei schwerwiegenden Fällen bildet die Krankheit ausgeprägte Fettwülste, die das Gehen behindern.

Behandlung des Lipödems

Wie und warum Lipödeme entstehen, ist bislang ein Rätsel. Oft tritt die Erkrankung vermehrt innerhalb der Familie auf, doch sie kann auch spontan und ohne Vorgeschichte entstehen. Wichtig ist: Ein Lipödem hat nichts mit der Körperform oder der Ernährung zu tun. Die Krankheit trifft sowohl schlanke als auch übergewichtige Frauen. Da die Ursache nicht bekannt ist, gibt es keine einschlägige Behandlung. Dennoch lindern einige Methoden zumindest die Symptome.
In der Regel empfiehlt der behandelnde Arzt eine Kombination aus Kompressionsstrümpfen, Physiotherapie und einer regelmäßigen manuellen Lymphdrainage.

Handelt es sich um eine ausgeprägte Erkrankung, bezahlt unter bestimmten Voraussetzungen die Krankenkasse eine Fettabsaugung.

Physiotherapie gegen die Symptome

Die intensive Lymphdrainage durch Tiefenoszillation hat sich als vielversprechende Methode herausgestellt. Oft verspüren die Betroffenen bei der üblichen manuellen Lymphdrainage starke Schmerzen. Die Therapie regt den Lymphtransport an, wodurch sich das Volumen des Ödems reduziert. Infolgedessen mindert sich der Druck auf das umliegende Gewebe, was die Schmerzen lindert. Bei der manuellen Lymphdrainage setzt der Physiotherapeut die Haut und die darunter liegenden Schichten durch einen mechanischen Reiz in Schwingung. Bei der Tiefenoszillation hingegen ist der Auflagedruck nur gering. Stattdessen nutzt der Physiotherapeut ein elektrostatisches Feld, um das Gewebe in Schwingung zu versetzen. Sowohl der Therapeut als auch der Patient sind mit einem Tiefenoszillationsgerät verbunden. Während der Behandlung trägt der Physiotherapeut Vinylhandschuhe, damit kein Strom zwischen ihm und dem Patienten fließt. Die sanfte Massage erzeugt Schwingungen mit unterschiedlichen Frequenzen, welche den venösen und lymphatischen Abfluss fördern.

Ich biete in meiner Praxis die Tiefenoszillation an. Leiden Sie an einem Lipödem, berate ich Sie gerne näher zu den Behandlungsmöglichkeiten in meiner Praxis in Krefeld.

 

Bilderquelle: ©staras – Fotolia.com

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