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Stoßwellentherapie: Ein Überblick

Veröffentlicht am: 21. September 2020

Die Stoßwellentherapie verspricht die punktgenaue Behandlung von Verkalkungen und anderen schmerzhaften Ablagerungen. Besonders bei Nierensteinen wird die Therapieform seit Jahren erfolgreich angewendet. Doch wie wirksam ist diese Therapieform im Rahmen orthopädischer Erkrankungen?

Was sind Stoßwellen?

Stoßwellen sind mechanisch-akustische Druckimpulse, die sich durch einen schnellen Druckanstieg sowie eine kurze Impulsdauer auszeichnen.

Stoßwellen als Therapieform – so funktioniert’s:

Ob Kalkschulter, Fersenbeschwerden oder Tennisellenbogen: Betroffene leiden oft unter großen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Da ist es kaum ein Trost, dass die Symptome meist nach einiger Zeit von selbst heilen. Patienten erhalten Schmerzmittel in Form von Salben und Tabletten. Schlägt diese Therapie nicht an, wird eine Operation erwogen. Hier setzt die Stoßwellentherapie an. Dabei wird eine Schallsonde auf die betreffende Körperstelle gerichtet und lässt Druckwellen tief in das Gewebe eindringen. Ihre Energie setzen die Druckwellen sie erst frei, wenn sie auf festen Widerstand triffen, also Verkalkungen oder Nierensteine.

Je nach Stärke der Stoßwellen ist es möglich, beschädigtes Gewebe nur zu reizen und damit die Durchblutung anzuregen oder Verkalkungen gewissermaßen „zu zertrümmern“. Somit erreicht die Stoßwellentherapie neben der Reparatur des Gewebes auch eine nachhaltige Regeneration. Das Besondere: Die darüberliegende Haut, das Fettgewebe und die Muskeln kommen dabei nicht zu Schaden.
Mediziner unterscheiden häufig zwischen fokussierten und radialen Stoßwellen. Die fokussierten Stoßwellen zeichnen sich durch einen kürzeren, aber intensiveren Druck aus. Radiale Stoßwellen hingegen sind energieärmer und bedienen eine größere Fläche. In der Physiotherapie findet diese Art der Stoßwellen deshalb oft in der Behandlung von Muskelverspannungen Anwendung.

Was es zu beachten gilt:

Aufgrund der sanften Behandlung haben Patienten nur sehr selten mit Nebenwirkungen zu kämpfen. Diese fallen meist harmlos aus und sind nur von kurzer Dauer: Beispielsweise treten Schmerzen während der Therapie auf oder Rötungen, Blutergüsse und leichte Schwellungen.

Für wen die Behandlung nicht geeignet ist:

Die Stoßwellentherapie ist nicht für Personen geeignet, die …
… Blutgerinnungsstörungen,
… bösartige Tumore im Bereich der Stoßwellen oder
… einen Herzschrittmacher haben.

Darüber hinaus ist diese Therapieform nicht für Schwangere geeignet. Außerdem sollten Stoßwellen keine Weichteil- oder Knocheninfekte sowie Lungengewebe oder offene Wachstumsfugen durchdringen.

Für wen ist Behandlung besonders geeignet ist:

Für Menschen mit Fersenschmerzen ist die Stoßwellentherapie eine echte Alternative zu Medikamenten oder Operationen. Die Wirksamkeit bei Fasciitis plantaris, auch Fersensporn genannt, haben Studien belegt. Betroffene spüren bei dieser Erkrankung oft einen stechenden Schmerz beim Auftreten. Die Stoßwellentherapie erwirkt eine mechanische Reizung der Plantaraponeurose. Diese Reizung führt zu Mikrorissen, die wiederum einen Heilungsprozess des Körpers auslösen und die Durchblutung erhöhen.

Verkalkungen oder Fersenschmerzen machen Ihnen zu schaffen? Dann ist die Stoßwellentherapie womöglich genau das Richtige für Sie. Gerne berate ich Sie in meiner Praxis ausführlich zu dieser Methode. Machen Sie direkt einen Termin aus unter 02151 60 24 78. Ich freue mich auf Sie.

Bilderquelle: ©U. J. Alexander – stock.adobe.com

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